Nutze die aktuellen Argumente von fairTV und verbessere dein Tageshonorar! Mach es wie die Stromkonzerne oder Krankenkassen: Informiere deine Auftraggeber per jährlichem Brief freundlich, aber bestimmt über die neuen Honorare ab einem Stichdatum. Lass dich nicht auf zähe Verhandlungen ein, denn du bist schließlich derjenige, der durchkalkuliert hat, wie hoch dein Honorar sein muss, damit du als Selbstständiger in der Gewinnzone arbeitest (wenn noch nicht, dann schau auf unsere Honorarempfehlungen, orientiere dich an den Selbstständigen-Empfehlungen deines Berufsverbands oder schau beim BVFK vorbei, dort gibt es auch für Nicht-Kameraleute den Honorarkalkulator für Selbstständige).

Die fairTV®-Musterbriefe helfen dir dabei ganz unkompliziert, schnell und effektiv, denn darin ist bereits alles vorformuliert, was du brauchst - bis auf deine eigenen Preise, die wir dir keinesfalls vorgeben wollen und dürfen. Vergiss nicht, sie einmal jährlich an Inflation und deine wachsenden Kompetenzen anzupassen, trage sie in einen der Briefe ein und schicke das Schreiben an deine Auftraggeber.

Wie geht das genau? Ganz einfach (Kurzfassung, eine Langfassung gibt es auch):

  1. Angemessenes Honorar ermitteln, ggf. die Honorarempfehlungen von fairTV anschauen
  2. Briefpaket downloaden, entpacken, richtigen Brief auswählen (Gewerk und dein bisheriges Vorgehen beachten)
  3. Alles, was im Brief rot dargestellt ist, durch eigene Angaben ersetzen
  4. Brief unterschreiben und abschicken - bei fehlendem Vertrauensverhältnis per Einschreiben
  5. Ab dem Stichtag neues Honorar berechnen

Klingt zu einfach? Ist es auch und hat dennoch in Mitteldeutschland zu Honorarsteigerungen bis über 60% seit 2012 geführt. Sicher, wenn dein Auftraggeber eine Unterhaltung über das neue Honorar will, dann wirst du doch verhandeln müssen - bist aber aufgrund der guten Argumente im Brief und deiner Initiative in einer deutlich besseren Verhandlungsposition als ohne ein solches Vorgehen.

Und noch einen Haken gibt es: Du wirst langfristig wenig erfolgreich sein, wenn deine Kollegen weiterhin zu Dumpingpreisen arbeiten. Also gewinne andere, es ebenso zu handhaben - alle leiden unter den völlig unangemessenen Honoraren in der Branche. Bedenke dabei: ihr dürft keine Preise direkt absprechen, wohl aber jederzeit offen über eure Preise reden (sofern ihr dies nicht in einem Vertrag explizit ausgeschlossen habt). Oftmals hilft es schon, eine erfolgreiche Preiserhöhung den Kollegen zu erzählen, die dann ihrerseits ermutigt werden, ihre Preise zu erhöhen, was wiederum dir im nächsten Jahr eine erneute Anpassung ermöglicht. So gibt es endlich auch eine Gegenbewegung zu der gnadenlosen Spirale nach unten in den letzten Jahrzehnten. Und einen Automatismus in der Honoraranpassung.

Und solltest du lieber doch mündlich verhandeln wollen, dann lies dir dennoch einen solchen Brief genau durch - die Argumente wirst du in jedem Fall gut gebrauchen können.

Denk immer daran: Gelebtes Selbstvertrauen erhöht direkt deinen Marktwert. Im Marketing nennt man das "Preis-Qualitäts-Vermutung".

Natürlich kannst du den Brief kostenlos benutzen (bitte Nutzungsbedingungen beachten), als Mitglied von fairTV hast du aber durch bundesweite Vernetzung direkten Zugriff auf die Erfahrungen des Vereins - wir sprechen oft über unsere Strategien und helfen Musterbrief-Anfängern bei Problemen. Und das Beste daran: die Mitgliedschaft ist sogar noch einfacher als das Ausfüllen der Musterbriefe. Alternativ nimm erst einmal zu uns Kontakt auf, dann sehen wir weiter.

Möchtest du mehr wissen? Für unseren internen Newsletter packen wir immer auch weitere Argumente für Honoraranpassungen und Tipps und Tricks in unser Anschreiben zu den Briefen. Außerdem gibt es auch eine etwas umfangreichere "Bedienungsanleitung", die keine Fragen mehr offen lassen dürfte und darüber hinaus eine Menge Motivation enthält, um den einen oder anderen Stolperstein zu verkraften - in jedem Fall lesenswert!

Interessierst du dich generell für unsere Projekte oder bist neugierig auf unsere Strategien? Dann findest du im Anschluss eine Projektbeschreibung.

 

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fairTV®-Musterbriefe

 

 

Projektbeschreibung

Eines der wichtigsten Hilfsmittel, die fairTV e.V. zur Unterstützung der Film- und Fernsehschaffenden erarbeitet hat, ist der Musterbrief zur Honoraranpassung. Neben einer deutlichen Anhebung des regional üblichen Tageshonorars um über 60% in den Jahren 2012-2018 und der beinahe flächendeckenden Durchsetzung des 8-Stunden-Tages wurde durch ihn auch eine Art Selbstverständnis von jährlichen Anpassungen erreicht, und zwar sowohl bei den Film- und Fernsehschaffenden, die ihn schreiben, als auch bei Produzenten, Sendern und technischen Dienstleistern, welche ihn erhalten.

Es handelt sich dabei um ein vom Verein jährlich neu vorgefertigtes Schreiben, das aktuelle Argumente enthält, mit denen jeder Film- und Fernsehschaffende in Eigenverantwortung seine Tageshonorare auch ohne nervenaufreibende Verhandlungen bei Auftraggebern „anpassen“, also erhöhen kann. Darüber hinaus enthält der Brief eine Art Allgemeine Geschäftsbedingungen, die wichtige Regeln zu Arbeitsbedingungen und Tarifen vorgeben, nicht aber den Preis selbst.

Der Brief wird an Mitglieder und Interessierte verteilt, die dann selbst ihre eigenen, optimalerweise entsprechend den Empfehlungen von fairTV e.V. angepassten Honorare eintragen und das Schreiben an ihre Auftraggeber versenden.

Das Instrument entwickelte sich aus der Erkenntnis, dass in Ermangelung von Mitteln des Arbeitskampfes für Selbstständige doch von diesen Druck ausgeübt werden muss, der klassisch nur durch Arbeitsverweigerung oder deren Androhung entstehen kann. So ist der Brief, inspiriert von den jährlichen Schreiben der Krankenkassen oder Energiekonzerne, in welchen ganz selbstverständlich Preiserhöhungen kommuniziert werden, nichts anderes als die folgenbewehrte Forderung: „Akzeptiere meine Bedingungen, dann komme ich zur Arbeit“. Voraussetzung ist allerdings, dass der entsprechende Auftraggeber in der Zwischenzeit keinen adäquaten Ersatz findet.

Das beschreibt auch die Achillesferse des Briefes. Denn ohne fehlende Organisation von Auftragnehmern, die sich im Hinblick auf den Brief und seine Durchsetzung (nicht die Preise!) absprechen und gegenseitig ermutigen, kann das Schreiben des Briefes zu einem Bumerang werden und zum Auftragsverlust führen. fairTV e.V. hat dabei aber die Erfahrung gemacht, dass in einer Region wie Leipzig sich nur 50% der für eine Firma regemäßig tätigen Fachkräfte beteiligen müssen, um erfolgreich zu sein. Und wird das Instrument zielgerichtet zu einem Zeitpunkt angewendet, an dem Großereignisse wie Fußball oder eine Bundestagswahl viel Personal im TV-Bereich verlangen und die Auftraggeber entsprechend unter Druck setzen, so reichen auch geringere Beteiligungen.

Dabei hatte der Brief in Mitteldeutschland noch einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt: Durch das kollektive Erlebnis, dass alle Versuche von Auftraggebern, alternatives Personal zu beschaffen, erfolglos blieben, werden Zweifel an der Wahrhaftigkeit von Behauptungen durch Auftraggeber geweckt. Die von Sendern, Produzenten und technischen Dienstleistern gern genutzte Aussage: „Da draußen stehen 20 andere, die den Job wollen!“ trifft offenbar nicht mehr uneingeschränkt zu. Das lässt hoffen und wirft sogar die wichtige Frage auf, ob dieser Fakt jemals zutreffend war oder eben nur eine Art Einschüchterungstaktik darstellte.

 

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fairTV®-Musterbriefe

 

 

Anschreiben zu den Briefen 2018

Liebe Freunde und Kollegen,

wie immer zum Jahresende möchten wir Euch an die Anpassung Eurer Honorare zum neuen Jahr erinnern und unser Musterbriefpaket zur Verfügung stellen.

Auch 2017 hat sich der positive Trend der letzten Jahre fortgesetzt. Die Auftragslage ist nach wie vor sehr gut, die Honorare steigen (ein erfahrener Editor z.B. kann in Mitteldeutschland heute problemlos Tagespreise von über 300€ für 8h aufrufen), und seit einem Jahr kommen auch die Gewerke Kamera und Ton wieder in den Genuss von 8 statt 10 Stunden grundsätzlicher Tagesarbeitszeit... Das haben wir gemeinsam in den letzten 5 Jahren erreicht!

Müssen die Honorare jetzt weiter angepasst werden? JA!

Allen Zweiflern empfehlen wir DRINGEND die Honorarempfehlungen der Berufsverbände BVFK und BFS, welche betriebswirtschaftlich nachvollziehbar Tageshonorare (8h) von 450-700 Euro (BVFK) bzw. 650-850 Euro (BFS) für Selbstständige anraten.

Und wer das mal selbst ausrechnen möchte: Seit kurzem ist beim BVFK ein Honorarrechner online, den man sehr genau einstellen kann, und der für die eigene, persönliche Situation ein nötiges Tageshonorar generiert. Beinahe alles ist auch problemlos auf Editoren übertragbar, auf Tonassistenten sowieso. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Nützlicher Nebeneffekt: Man wird daran erinnert, was eingefordert werden sollte (u.a. Urlaub, Weiterbildung, Rücklagen für Krankheit und „Durststrecken“ etc.) und was man als verantwortlich agierender Unternehmer für Ausgaben hat oder zumindest einplanen müsste (u.a. Handlungskosten, Rentenvorsorge, Krankenversicherung, sonst. Versicherungen etc.). Bedenkt dabei auch immer, dass auch Eure Auftraggeber sich all diese Ansprüche und Kosten selbst mit Sicherheit genehmigen, u.U. sogar dazu verpflichtet sind – warum also nicht auch Ihr? Und dass diese gerechtfertigten Ansprüche auf die Tagessätze umgelegt werden müssen, versteht sich von selbst.

Außerdem möchten wir erneut auf das wegweisende Urteil des Bundessozialgerichts in diesem Jahr hinweisen, nach dem nun auch die Honorarhöhe als Beleg gegen (und damit auch für) Scheinselbstständigkeit hinzugezogen werden kann. fairTV hat dazu Berechnungen angestellt, nach denen vermutlich erst ein Honorar von mindestens 420 Euro je 8-h-Tag (Editoren / Kameraleute) gegen den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit in Stellung gebracht werden kann – ein gutes Argument auch gegenüber Euren Auftraggebern, die das nicht wollen können…

Habt immer im Hinterkopf: Ein vergleichbarer Festangestellter in einem Sender verdient nach Tarif deutlich höhere Gage, wobei er vollumfänglich versichert ist und kein unternehmerisches Risiko trägt. Unser derzeit laufendes EqualPay-Projekt zeigt das sehr deutlich.

All diese und noch weitere Argumente finden sich in den angehängten Musterbriefen. Auf besonderen Wunsch der Mehrzahl unserer Mitglieder sind sie in diesem Jahr etwas länger als sonst. Immerhin sind in den letzten Jahren immer mehr gute Begründungen für eine Anpassung offenbar geworden, denen seriöse Auftraggeber kaum widersprechen können. Außerdem haben wir unseren „Erst“-Brief so umgestaltet, dass eine vollständige Neufestsetzung des Honorars erfolgt, nicht nur die von fairTV empfohlenen Anpassungen. Wir haben uns dazu entschlossen, weil nach nunmehr 5 Jahren die „Nachzügler“ ohne einen direkten Sprung ihren Anschluss verpassen würden, was wir für frustrierend halten. Damit ist der Brief auch hervorragend geeignet für alle, die – aus welchen Gründen auch immer – ein regional unterdurchschnittliches Honorar erhalten.

Damit unsere Kunden – die Dienstleister und Produzenten – nicht überrascht werden, empfehlen wir die baldige Zusendung des fairTV Musterbriefes, wie immer in Eigenverantwortung und mit Euren Zahlen. Hier wieder die Erinnerung: Versendet an so viele Produzenten wie möglich, auch wenn diese noch nicht zu Eurem Kundenkreis gehören! Das ist solidarisch gegenüber Euren Kollegen. Dazu findet Ihr eine Adressliste mitteldeutscher Produzenten im Anhang, die bequem zur Serienbrieferstellung genutzt werden kann.

Bitte beachtet auch, WELCHEN BRIEF Ihr rausschickt. Es gibt 3 Versionen: einen ersten Brief mit kompletter Neufestsetzung des Honorars (für alle Firmen, die noch niemals von Euch einen solchen Brief erhalten haben und mit denen Ihr auch nicht oder erfolglos verhandelt habt), einen Folgebrief (für alle Firmen, mit denen Ihr bereits früher jährlich nachverhandelt habt, mit oder ohne Brief) und den „fairBrief“ (für alle Auftraggeber, die Euch schon immer angemessener entlohnt haben als andere Firmen und in Folge prozentualer Erhöhungen wesentlich stärker belastet wären).

Also: SCHREIBT DIE BRIEFE! ODER NUTZT DEREN ARGUMENTE IN PERSÖNLICHEN VERHANDLUNGEN!

 

UND ORGANISIERT EUCH! fairTV e.V. hat damit in der Vergangenheit viele Erfahrungen gesammelt und kann seinen Mitgliedern dabei helfen! Noch kein Mitglied? Das geht hier.

Denkt immer daran: geredet und versprochen wird viel! Doch nur wenn wir konkrete Fakten schaffen, setzen wir die notwendigen Veränderungen in Gang – ansonsten passiert gar nichts. Der Musterbrief, von vielen angepasst und in eigenem Namen geschrieben, ist da ein hervorragendes Mittel.

Wir wünschen Euch und Euren Familien ein entspanntes Weihnachtsfest und einen angenehmen Start ins neue Jahr!

fairTV e.V.

Guntram Schuschke

Ilko Eichelmann

 

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fairTV®-Musterbriefe®-Musterbriefe

 

 

Die fairTV®-Musterbriefe - "Bedienungsanleitung" 

(Stand teilweise aus 2012, Mitteldeutschland, aber nach wie vor aktuell)

1. BRIEF DOWNLOADEN, AUSWÄHLEN (je Firma evtl. unterschiedlich), ENTPACKEN, ÖFFNEN UND SPEICHERN! EXCEL-TABELLE ÖFFNEN!

Der Brief lässt sich als ZIP-Datei downloaden. Genau hinsehen: es gibt DREI VERSIONEN! Einen „allerersten Brief", einen „Folgebrief“ und den "FairBrief". Auswählen, am besten irgendwo abspeichern und dann in Word öffnen. Den ebenfalls angehängten Excel-Rechner braucht Ihr nicht abzuspeichern, Ihr könnt ihn direkt aus dem Mailprogramm öffnen.

2. NEUE TARIFE ERMITTELN (je Firma)!

Gebt in der Excel-Tabelle einfach im gelben Feld Euren ALTEN Tagessatz ein und bestätigt mit Enter! Danach erscheinen automatisch die nötigen Angaben in den roten Feldern darunter. Alternativ könnt Ihr natürlich auch einen Taschenrechner benutzen, wenn Euch das lieber ist.

3. BRIEF ANPASSEN (1x je Firma)!

Alle roten Angaben im Dokument ergänzen bzw. ändern. Absender / Adressat versteht sich von selbst. Auch die neue Eintragung der Berufserfahrung bzw. Einordnung auf der ersten Seite des Briefes. Ebenso die Unterschrift am Ende.

Übertragt nun die neuen Tarife aus dem Excel-Rechner in Euren Brief! Das sieht komplizierter aus als es ist :-)

Schließlich nicht vergessen, das ROT WIEDER IN SCHWARZ ZU FÄRBEN :-) Ich empfehle, noch einmal die Formatierung zu prüfen - da kann viel schiefgehen durch andere Schriftart etc...

4. BRIEF VERSCHICKEN

Bitte schickt alle Eure Briefe UMGEHEND, spätestens aber bis zum 31.12.17, zu den Firmen! Bitte nicht danach, das ist den anderen gegenüber unfair. Klar, wenn's nicht anders geht oder man erst später von der Aktion erfahren hat, lieber dann als gar nicht...

Besser ist das übrigens per Post - wirkt seriöser und verbindlicher, ist aber teurer. Per mail IMMER ALS PDF UMRECHNEN (damit keiner mehr was ändern kann) und direkt an den Firmenchef, ggf. in Kopie (CC) an die Dispo und an eine eigene Adresse zur Kontrolle. Eingangsantwort anfordern.
Einen guten virtuellen PDF-Drucker, also ein Programm, das einen Drucker simuliert und danach ein PDF-Dokument ausgibt, findet Ihr hier: http://de.pdfforge.org/. Nutzung auf eigene Gefahr!

IN JEDEM FALL (auch per Post) eine KOPIE AN Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (bei mail im BCC) SCHICKEN. Und zwar jeder Brief an jede Firma. Das ist wirklich wichtig, denn nur so behalten wir den Überblick und können damit neue Mitmacher gewinnen ("den haben schon x Leute abgeschickt - mach doch auch mit!") Außerdem können wir so feststellen, welche Firma schon wie viele Briefe bekommen hat und wo wir nachhelfen und Leute gewinnen müssen...

Wer gern seine Preise geheim halten möchte (ist sein gutes Recht), der schickt bitte einfach eine Zusammenfassung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, das ist ebenso ok, macht Euch aber extra Arbeit...

Spätestens im Januar irgendwann mal fragen, ob der Brief / die mail angekommen ist.

5. NÄCHSTE FIRMA!

Ggf. zurück zu 2. ;-) ---->

6. WEITERE MITMACHER GEWINNEN

Schaut Euch um! In jeder Firma laufen vielleicht ein paar Kollegen herum, die von der Aktion nichts wissen. Gewinnt Sie! Das sollte nicht so schwer sein - schließlich geht es auch um ihr Geld und ihre Arbeitszeit. Macht Ihnen Mut! Wir leisten wirklich gute Arbeit, wir Medienschaffenden.

Wenn sie Interesse zeigen, schickt ihnen den Brief als Vorlage weiter (Nutzungsbedingungen keinesfalls vergessen, gern auch diesen Text hinzufügen). Sie sollen den Brief einfach so schnell wie möglich abschicken. Außerdem können sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Fragen stellen. Und wenn am Ende einer oder zwei Eingeschüchterte nicht mitmachen wollen - lasst sie und bekommt vor allem keine Panik! Sie allein können nicht das gesamte Produktionsvolumen abdecken. Wir hätten gern alle dabei, aber wenn es "nur" viele sind, dann ist das auch schon ausreichend. Dennoch: für "viele" muss man auch viel werben...

Und hey! Wir haben bereits bewiesen, dass das funktioniert! Das sollte Mut machen!

7. DICKES FELL BEHALTEN

Wenn es um Geld geht, dann hört bekanntermaßen der Spaß auf. Ihr werdet vermutlich also beschimpft, emotional erpresst, direkt erpresst und gemieden werden. Manche Firmenchefs (und ggf. angestiftete Autoren/Redakteure oder Disponenten) werden die ganze Vorwurfs-Palette von persönlichem Anschlag auf die Firma bis Untergang des öffentlich-rechtlichen Abendlandes abspulen. Das ist zu erwarten, und wenn es ausbleiben sollte, dann können wir uns immer noch freuen.

Lasst Euch nicht auf Sozial-Diskussionen ein! Erfahrungsgemäß geht das immer schief. Wenn wir uns mit Bäckern oder Fleischern bzw. Friseuren vergleichen lassen, dann kommt dabei heraus, dass wir doch glücklich sein müssten. Falscher Ansatz! Auch hier nochmal: Wir verkaufen eines der begehrtesten Güter unserer Zeit: Kreativität. Dafür haben wir das RECHT, einiges an Geld zu verlangen. Das ist der richtige Ansatz. Ein weiteres Argument: bereits 1998 hat z.B. ein guter Cutter in Mitteldeutschland um die 500 Mark für den Schnitt bekommen, und zwar für 8 Stunden - den Rest könnt Ihr Euch selbst ausrechnen...

Und schließlich verweist auf die Notwendigkeit, das Honorar auch als Selbstständiger zu errechnen. Eine gute Hilfe zum Verständnis, was da alles dazu gehört, ist die Seite https://lambertschuster.de/existenzgruender/stundensatz-kalkulation-fuer-freiberufler-und-selbstaendige/. Wer so rechnet, als sei er „nur“ ein Arbeitnehmer, der riskiert den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit. Realistische Kalkulationen sind zwar kein Garant, dass dieser Vorwurf nicht dennoch im Raum steht, die Ausgangsbasis ist aber besser.

Denkt immer daran, dass wir es sind, die den Firmen zu ihrem Gewinn verhelfen! Durch unsere Arbeit wird dieser Gewinn erst ermöglicht. Und so mancher Unternehmer (und ich will da keinen beleidigen, das trifft wirklich NICHT auf alle zu!!!) hat sich in den letzten Jahren sehr erfolgreich durch die niedrigen Tarife bereichern können. Ich habe selbst erlebt, dass ich für 180 Euro angefragt wurde (!!!), kannte aber die Auftraggeber des Produzenten, die mir mitteilten (und mich dann auch direkt buchten), dass sie für mich 250 Euro veranschlagt hatten. Das wären 70 Euro, die die Firma zusätzlich zu ihrem sonstigen Gewinn auf meine Kosten täglich reicher geworden wäre - und ich ärmer...

Daher KEINE ZUGESTÄNDNISSE MACHEN, die nicht vom Brief abgedeckt werden. Apropos:

8. KONTAKT HALTEN

Wenn es Probleme gibt, dann kann man vielleicht gemeinsam Lösungen finden. Werdet Ihr gemobbt wegen der Aktion? Werden ungewöhnlich viele Neueinsteiger verpflichtet? Macht Ihr Euch Sorgen um die Zukunft in Eurer Firma? Versucht der Chef, alle gegeneinander auszuspielen? Lässt sich Ärger mit den Redaktionen vermuten?

Lasst Euch nicht unterkriegen! Reden wir darüber. Ggf. berufen wir kurzfristig ein Treffen ein und suchen nach dem Ausweg. Evtl. treffen wir uns auch in einer kleinen Arbeitsgruppe für eine Firma, in der es viel Stress gibt. Haltet also einfach Kontakt - per mail, per Forum (später) oder auch per Telefon bzw. persönlich...

9. DAS GESPRÄCH

Vermutlich werden viele Chefs das Gespräch suchen. Das ist gut, birgt aber auch einige gefährliche Fallen. Ein Chef wird von gewaltigen "Verlusten" sprechen, meint aber lediglich GEWINNEINBUSSEN! Was klar ist, denn natürlich wird der Gewinn weniger, wenn es mehr Geld pro Stunde für uns gibt... Aber das darf nicht unser Problem sein, sonst haben wir mit jedem Vorstoß bereits verloren, denn wie sollen wir Druck aufbauen, der an den MDR weitergereicht wird, wenn wir nichts ändern?

Um es klar zu stellen: wir wollen nicht, dass eine Firma stirbt - davon hätte niemand etwas. Weniger Gewinn ist aber ein gutes Druckmittel, kein Todesurteil! Und wenn doch, dann wurde bereits in der Vergangenheit am Limit kalkuliert, und das zeugt nicht von Verantwortung.

Sollten von Euch Zugeständnisse erwartet werden: ENTSCHEIDET EUCH NICHT SOFORT, sondern bittet Bedenkzeit aus und besprecht die Kulanz mit den Kollegen, die auch für diese Produktion arbeiten und ggf. bei unserer Aktion mitmachen. Teilt außerdem uns die Probleme mit, vielleicht können wir von fairTV helfen. Vereinsmitglieder können auch im internen Forum diskutieren, da finden wir sicher gemeinsam einen Weg.

10. DER ERFOLG!

Hier mal ein Zitat aus unserer Bedienungs-Anleitung für den 8-Stunden-Brief

vom Sommer 2012:

„Stellt Euch vor, es ist September, und alle Firmen haben die 8 Stunden akzeptiert. Hier und da gibt's ein kleines Entgegenkommen, im Großen und Ganzen arbeiten wir aber täglich nur noch 8 Stunden.

Von da an haben wir entweder ein Privatleben, das um einige Zeit reicher ist, oder wir arbeiten mit Freuden länger, weil wir wissen, dass man unsere Arbeit so schätzt, dass man auch bereit ist, dafür zu zahlen. Wäre das nicht schön?

Außerdem denken wir dann bereits daran, dass die 8-Stunden-Aktion nur der Auftakt war, um die uns geschuldeten Inflationsverluste der letzten Jahre Stück für Stück zurückzuerobern, ein kleiner Vorgriff auf eine Zukunft, in der wir vielleicht wieder stolz sein können, nicht nur in einem wirklich aufregenden und tollen, sondern auch in einem gut bezahlten Job zu arbeiten.“

Heute können wir sagen: Das haben wir geschafft. Ist dem was hinzuzufügen? Nur eins: Weiter so!

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